Geschichte  – 1951 bis 2000

... 2000 ...

... Zum 50. Mal wird die österreichische Baustoffhandelstagung vom VBÖ – organisiert. An ihr nehmen erstmals auch Vertreter unserer Nachbarländer Ungarn und Slowakei teil. Die Internationalisierung und Öffnung des Baustoffmarktes nimmt konkrete Formen an.

 

 

... 1999 ...

.. wird Karl Egger zum neuen VBÖ – Präsidenten gewählt. Der VBÖ beschäftigt sich intensiv mit der Frage der ISO 9000 – Zertifizierung für seine Mitglieder. Karl Egger präsentiert das auch heute noch aktuelle neue VBÖ – Logo.

... 1995 …

... wird Österreich Vollmitglied der EU. Der Anteil der Bauwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt steigt auf 7,6 %. Ein europäischer Spitzenwert. Dementsprechend gut geht es dem Baustoff – Fachhandel und den Baumärkten. Dann setzt jedoch eine Abschwungphase im Wohnbau ein, die bis heute nicht zum Stillstand gekommen ist.

... 1993 ...

tritt die Verpackungsverordnung in Kraft. Dem intensiven Einsatz des VBÖ´s verdanken es seine Mitglieder, dass sie nicht zu „Müllsammlern“ der Nation werden müssen. Das auch heute noch bewährte ARA – Sammelsystem entsteht.

... 1987 ...

... begann das „Jahrzehnt des Baustoffhandels“ in Österreich. Baumärkte boomen. Die Wohnbauleistung steigt auf über 60.000 Einheiten jährlich. Der VBÖ passt seine Aktivitätsschwerpunkte dem gestiegenen Anforderungen seiner Mitglieder an. Er bietet mehr Service und Informationen und intensiviert die Zusammenarbeit mit der Industrie. Mit dem neuen Schwung der jungen Geschäftsführung gelingt es von der Industrie einen Kostenbeitrag für die Palettenmanipulation auszuhandeln.

... 1985 ...

... geht der 36 Jahre lang tätige VBÖ – Geschäftsführer Dr. Raimund Ossinger in den wohlverdienten Ruhestand. Ihm folgt Alois Fröstl nach. Seit damals leitet er die Geschäftsstelle des VBÖ´s. Der Strukturwandel ist in vollem Gang. Erstmals entstehen Baumeisterkooperationen. Sie führen zu Konzentrationsprozessen bei der Nachfrage und zu einem Preisverfall bei Baustoffen. Auf Initiative des damaligen Verbandspräsidenten Eduard Jöchl wird der erste „Gesprächskreis Handel – Industrie“ zu Fragen der Logistik gegründet. Er ist die Keimzelle aller weiteren Fachbeiräte und schließlich der „VBÖ- 7er- Runde“. Durch die Eingliederung der Kooperationen entsteht daraus 1990 der „Arbeitskreis Industriegespräche“. Der VBÖ reagiert damit auf die Herausforderung seiner Zeit: „Die Stellung des Fachhandels als Vertriebspartner der Industrie zu sichern.“ 

... 1983 ...

begeht der VBÖ sein 75 jähriges Jubiläum. Wir feiern trotzdem. Obwohl der Branche nicht zum Feien zu Mute ist. Die hohen Zinsen und steigende Kosten dämpfen das Bauvolumen. 

... 1978 ...

Wird das österreichische Baustoff Ausbildungszentrum gebildet. Die Mitarbeiterentwicklung bekommt einen neuen Stellenwert im Baustoff-Fachhandel. 

... 1974 ...

... ist Österreich erstmals Gastgeber des europäischen Baustoffhändlerverbandes UFEMAT. Unter der Präsidentschaft von Günther Koch treffen sich delegierte aller europäischen Baustoffhandelsverbände zu einer erfolgreichen Tagung in Wien.

... 1970 ...

In den 1970-er Jahren erkennen die ersten vorausblickenden Baustoffhändler die zukünftige Bedeutung der Baumärkte. Österreichs Baustoffhändler sind die ersten, welche diese neue Vertriebsform aufgreifen und Baumärkte eröffnen. Der Baustoffhandel entwickelt sich also zu einem Vollsortimenter im Baustoff und do it yourself Bedarf. Damit ändert sich auch die Kundenstruktur. Der Baustoffhandel spricht nicht mehr ausschließlich gewerbliche Verarbeiter, sondern auch Privatkunden an. In seinen eigenen Strukturen hat der VBÖ im Laufe der Jahre zahlreiche Arbeitskreise und Plattformen gebildet.

In ihnen werden sortimentsspezifische Themen und Problemkreise behandelt.

... 1957 ...

Im Jahr 1957 schließt der VBÖ durch eine Satzungsänderung an seine Tradition aus dem Jahr 1922 an. In diesem Jahr wird der Beitritt von Förderern aus der Industrie ermöglicht. Diese – nun auch institutionalisierte – Zusammenarbeit zwischen Baustoffhandel und Baustoffindustrie entwickelt sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zu einer Kernaufgabe des VBÖ´s. Auf diesem Weg können die Interessen des Handels mit denen der Baustoffindustrie am ehestens zur Deckung gebracht werden.

In den Jahrzehnten des „Wiederaufbaues Österreichs“ entwickelt sich auf Grund des enormen Baubedarfs der Baustoffhandel entsprechend positiv. Die Anzahl der VBÖ – Mitglieder steigt auf rund 250. Diese Firmen repräsentieren rund 90 % des österreichischen Baustoffhandelsvolumens.

... 1951 ...

Ab 1951 wird mit den benachbarten Verbänden in Deutschland, Schweiz und Holland Kontakt aufgenommen.

So bestand also schon vor Gründung der europäischen Baustoffhändlerorganisation UFEMAT eine Keimzelle der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit benachbarter und auch schon sehr bald befreundeter Verbände.