Geschichte  – 1908 bis 1950

... 1947 ...

Im Zementhändlerverband Österreichs dauert die Überleitung aus dem Zementhändlerverband Südost länger

als beim VBÖ. Anfang 1947 ist es aber auch da soweit. Beide Verbände werden aus Kostengründen in einer Bürogemeinschaft geführt.

... 1946 ...

1946 wird ausgehend von einigen Wiener Baustoffhändlern wieder ein „Verband der Baustoffhändler Österreich“ gegründet. Über militärische Besatzungszonen hinweg wird bald Kontakt zu Baustoffhändlern in anderen Bundesländern aufgenommen. Schon im Juni 1946 findet eine erste Mitgliederversammlung in Innsbruck statt.

Die Mitgliederzahl beträgt zu dieser Zeit 138 Firmen. Im Juni 1950 findet in Gmunden die erste Österreichische Baustoffhandelstagung statt. Bis zum heutigen Tag werden ihr 52 weitere Baustoffhandelstagungen folgen.

... 1938 ...

Der erzwungene Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 bedeutet auch das vorläufige Ende des Verbandes Österreichischer Baustoffhändler. Er wird vom damaligen Ministerium für Internes und kulturelle Angelegenheiten am 25. Juli 1938 einfach aufgelöst. Die Mitglieder dieses österreichischen Verbandes werden in den „Landesverband Donauland, Alpenlandsüdmark im Reichsverband deutscher Baustoffhändler e.V.“ übergeleitet.

... 1932 ...

Die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er – Anfang der 1930er Jahre hat auch massive Auswirkungen auf die Wirtschaft Österreichs und damit auf den heimischen Baustoffhandel. Forderungsausfälle bedrohen die Existenz des Baustoffhandels. Deshalb wird 1932 beschlossen, die Errichtung einer Kreditschutzstelle als Selbsthilfeorganisation bei Zahlungsausfällen zu gründen.

... 1922 ...

Zwischen 1918 und 1922 existiert der Verband als Fachgruppe im Deutsch – Österreichischen Gewerbebund.

... 1918 ...

Das Ende des 1. Weltkrieges 1918 bringt nicht nur das Ende der Habsburger, sondern ist gleichzeitig auch die Geburt der Republik Österreich. Der Baustoffhandel beginnt ebenfalls wieder bei null und mit ihm sein Verband.

... 1912 ...

Am 23. März 1912 wird wieder ein eigenständiger „Verband der Baustoffhändler Österreichs“ VBÖ gegründet.
Noch im selben Jahr treten die ersten Industrien als Verbandsförderer bei. Es sind dies die Permoser Zementwerke AG (heute Lafarge Permoser) und die Wietersdorfer Zementwerke. In einer der ersten Aussendungen dieses neu gegründeten Verbandes werden schon damals die auch noch heute gültigen Grundsätze besonders hervorgehoben:

„Der Verein wird sich … der energischen Vertretung der Interessen des Bauwarenhandels und der heimatlichen Zementwarenerzeugung widmen. Er wird den Mitgliedern bei Verhandlungen mit der Baustoffindustrie zur Seite stehen. Wir wollen in gemeinsamer Arbeit die Hebung der Produktion und die Vermehrung des Unternehmensertrages unserer Branche bewirken“.

... 1908 ...

1908 wird im damals zweitgrößten Staat Europas, der österreichisch/ungarischen Monarchie mit ihren 53 Mio. Einwohnern, in Wien der „Verband der Händler mit Zement, Kalk und Gips“ gegründet. Der Name weist auf die schon damals herausragende Bedeutung der mineralischen Bindemittel hin. Bald wird Kontakt aufgenommen zum Verein der Zementfabrikanten und über die Belieferung der Mitglieder verhandelt.